Koa und die Blockade

Am Dienstag waren Koa und ich zum ersten Mal bei der Chiroprakterin. Ich hatte das Gefühl, dass Koa eine Blockade hat und wollte das abklären lassen. Und tatsächlich: Koa hatte eine Blockade im Rücken.

Auf Instagram habe ich kurz darüber berichtet und dann viele Nachrichten bekommen. Die meist gestellte Frage war: Wie hast du die Blockade erkannt? Da dachte ich mir, ich fasse das auch ausführlich noch einmal in einem Blogbeitrag zusammen.

Koa’s Anzeichen für die Blockade

Ein Anzeichen für eine Blockade kann der Passgang sein. Beim Pass bewegt der Hund jeweils die rechten oder linken Beine gleichzeitig. Sprich: Geht das rechte Vorderbein nach vorne, geht auch das rechte Hinterbein nach vorne. Klassisch laufen Elefanten oder Kamele im Passgang – immer etwas schaukelnd.

Nun kann der Passgang ein Anzeichen für eine Blockade sein, muss aber nicht. Zum Beispiel ist der Passgang beim Übergang von Schritt auf Trab durchaus normal. Einige Hunderassen laufen grundsätzlich gerne im Pass, weil es sehr energiesparend ist. Dazu gehört auch Koa. Sie läuft von klein auf im Pass, wenn sie eher langsam unterwegs ist.

Doch bei Koa kam zum Pass in den letzten Wochen immer mal wieder ein Zehenschleifen dazu, wenn sie müde wurde. Auch beim Joggen hatte ich manchmal das Gefühl, dass es ihr nicht ganz so viel Freude macht. Das hat mich etwas irritiert und ich habe einen Termin bei der Chiropraktikerin vereinbart.

So läuft’s bei der Chiropraktik

Die Chiropraktik ist eine manuelle Behandlungsmethode. Ziel ist die Gesunderhaltung und Behandlung von Bewegungsstörungen. Nach einem kurzen Gespräch hat die Chiropraktikerin die komplette Wirbelsäule von Koa unterwegs – und tatsächlich eine Blockade entdeckt. 

Eine Blockade ist eine funktionelle Fehlstellung eines Wirbels beziehungsweise die Einschränkung der Beweglichkeit seiner Zwischenwirbelgelenke. Eine Blockade bewirkt, dass die Wirbelsäule die normale Beweglichkeit verliert. Folge können unter anderem Steifheit, Muskelverspannungen und Schmerzen sein.

Mit den Händen und Fingern korrigiert die Chiropraktikerin die Wirbelstellung. In unserem Fall kamen auch Akupunkturnadeln zum Einsatz. So lange Koa mich anschauen konnte, war sie unglaublich tapfer und hat das alles toll mitgemacht. Je länger die Behandlung dauerte, desto mehr hat sie sich entspannt. Für den ersten Termin hat sie wirklich schnell Vertrauen gefasst – ich war unheimlich stolz auf sie. In etwa acht Wochen werden wir zur Kontrolle noch einmal bei der Chiropraktikerin vorbei schauen.

Weitere Anzeichen für Blockaden

Das war unser spezieller Fall. Weitere Anzeichen für Blockaden können Rückenschmerzen, Bewegungsunlust, unspezifische Lahmheit, Schieflaufen, eine veränderte Sitzposition (das sogenannte Puppy-Sitting) oder Überempfindlichkeit bei Berührung sein. Auch wiederkehrende Ohr- oder Analdrüsenentzündungen oder Verdauungsprobleme können auf eine Blockade hindeuten. Via Instagram hat mich auch eine Nachricht erreicht, dass als Anzeichen auch häufiges Kratzen und das Ablecken der Vorderbeine hinzu kommen kann.

Wichtig: Diese Anzeichen können, müssen aber kein Anzeichen für eine Blockade sein. Im Zweifel zuerst beim Tierarzt vorbeischauen und den Hund durchchecken lassen, denn es können auch organische Probleme vorliegen.

Die Behandlung bei der Chiroprakterin war übrigens recht anstrengend für Koa. Sie hat am Dienstag dann auch viel geschlafen. Danach hieß es für drei bis vier Tage: Ruhe. Kein wildes Toben mit Artgenossen, kein Ballspiel, kein Joggen – nur entspannte Spaziergänge. Daran haben wir uns natürlich ganz brav gehalten. Seit der Behandlung habe ich auch kein Zehenschleifen mehr wahr genommen, beobachte die kleine Motte aber natürlich weiter.

Hatte euer Hund auch schon mal mit Blockaden zu tun?

Viele Grüße
Maike & Koa

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