Pfälzerwald: Der Eichhörnchenweg in Gleisweiler

Mittwochs kann man im Pfälzerwald ein einmaliges Phänomen beobachten: den Rentner-Mittwoch. Denn mittwochs haben nachmittags die meisten Arztpraxen geschlossen, dafür einige Hütten im Pfälzerwald offen. Und da gibt es nicht nur Saumagen, Leberknödel und „weißen Käse“, sondern auch das ein oder andere lecker Schörlsche.

Und tatsächlich hat man am letzten Mittwoch auch ausnahmsweise Koa und mich mal im Pfälzerwald getroffen, denn ich hatte einen Tag Urlaub. Dieses Mal stand der Eichhörnchenweg ab Gleisweiler auf dem Programm – zehn Kilometer, zwei Hütten und sogar etwas Kunst am Wegesrand.

Los geht’s am Wanderparkplatz von Gleisweiler am Ende der Badstraße. Kleiner Tipp: Zuerst kommt linker Hand der Privatparkplatz des Sanatoriums. Folgt dort der Ausschilderung „Waldparkplatz“, dann kommt ihr am richtigen Wanderparkplatz an.

Vom Parkplatz aus geht es wenige Stufen nach oben auf die Lindenallee. Dort stehen vereinzelte Häuser. Und genau da startet auch der Wanderweg: Zwischen zwei Häusern führt eine Treppe hinauf in den Pfälzerwald. Am Fuß der Treppe seht ihr auch zum ersten Mal das Zeichen, das euch den ganzen Weg über begleiten wird – ein Eichhörnchen.

Zuerst geht es stetig, aber angenehm nach oben. Das erste Etappenziel: Die Trifelsblickhütte. An und für sich ist der Weg wirklich gut ausgeschildert. Aber nach etwa 800 Metern (vom Wanderparkplatz aus) stand ich plötzlich an einer Kreuzung ohne Markierung. Zum Glück hatte ich mir die Route vorher genau angeschaut und war mir ziemlich sicher, dass ich eine scharfe Rechtskurve nehmen muss. Im Überblick der Route könnt ihr die Kehre auch gut erkennen:

Nachdem ihr etwa 1/4 des Weges geschafft habt, könnt ihr links im Hang schon die Trifelsblickhütte durch die Bäume spitzeln sehen. Von der Trifelsblickhütte aus hat man – wie der Name schon sagt – einen wunderbaren Blick auf Burg Trifels. Die Trifelsblickhütte hat in der Regel Samstag, Sonntag sowie an Feiertagen geöffnet.

Von der Trifelsblickhütte geht es immer leicht bergab Richtung Wegespinne Dreimärker. Auf diesem Teilstück lohnt es sich, offenen Auges zu wandern. Denn nicht nur am Wegesrand, sondern auch versteckt in den Bäumen findet man immer wieder Holzfiguren des Künstlers Reinhold Müller.

Wenn dem ein oder anderen Leser das bekannt vorkommt: Richtig, Koa und ich sind dieses Stück schon mal gelaufen. Denn dieses Stück ist auch Teil des großen Burriweg.

An der Wegespinne Dreimärker müsst ihr der Beschilderung Richtung Landauer Hütte folgen. Der Weg steigt jetzt wieder eine Weile leicht an, bevor ich nach etwa sechs Kilometern die Landauer Hütte erreicht. Auch die Landauer Hütte hat sowohl samstags als auch an Sonn- und Feiertagen geöffnet. Von Mai bis Oktober auch mittwochs.

Auf dem breiten Fahrweg geht es nun bergab zurück Richtung Gleisweiler. Nach etwa sieben Kilometern müsst ihr links abbiegen und natürlich weiter dem Eichhörnchen folgen. 

Jetzt kommt auch schon bald eine von Koa’s Lieblingsstellen: Denn nach fast acht Kilometern (7,8 km um genau zu sein) trifft man auf einen kleinen Waldbach, der später in die Walddusche führen wird. Hier legt Koa grundsätzlich eine kleine Trink- und Planschpause ein. 🙂

Haltet euch auch an dieser Kreuzung links Richtung Gleisweiler. Zu eurer Rechten hört ihr den Bach plätschern, der quasi mit euch läuft. Wer mag, kann einen kleinen Abstecher zur Walddusche machen, das ist aber eigentlich nicht Teil des Eichhörnchenwegs.

Bei etwa 8,4 Kilometern gibt es wieder eine Stelle, bei der ich die Beschilderung nicht optimal finde. Auch wenn man keine Zeichen sieht: Ihr müsst euch an dieser Stelle rechts halten. 

Kurz darauf kommen auch schon wieder die ersten Häuser in Sicht und ihr habt einen wundervollen Blick auf die Rheinebene. Dieser Blick begleitet euch bis zum Parkplatz zurück.

Fazit: Mir hat der Eichhörnchenweg unheimlich gut gefallen und wir sind diesen Weg durch den Pfälzerwald sicher nicht das letzte Mal gelaufen. Für Mensch und Hund ist die Wanderung sehr gut machbar, denn meistens geht es auf den breiten Fahrwegen gemütlich durch den Wald. Wir waren knapp 2,5 Stunden unterwegs.

Hier findet ihr übrigens die GPX-Daten zum Download beziehungsweise eine Karte mit ausführlicher Beschreibung: Eichhörnchenweg.

Viel Spaß beim Entdecken und viele Grüße
Maike & Koa

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